Großglockner Ultratrail 2021 (Foto: Jonas Knüpper)
 
Großglockner Ultratrail 2021 (Foto: Jonas Knüpper)
Großglockner Ultratrail 2021 (Foto: Jonas Knüpper)
 
Großglockner Ultratrail 2021 (Foto: Jonas Knüpper)
Großglockner Ultratrail 2021 (Foto: Jonas Knüpper)
 
Großglockner Ultratrail 2021 (Foto: Jonas Knüpper)
Großglockner Ultratrail 2021 (Foto: Jonas Knüpper)
 
Großglockner Ultratrail 2021 (Foto: Jonas Knüpper)
Großglockner Ultratrail 2021 (Foto: Jonas Knüpper)
 
Großglockner Ultratrail 2021 (Foto: Jonas Knüpper)

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Großglockner Ultra-Trail Jörg & Jonas Knüpper

GGUT oder auch organisierter Trailrun rund um den höchsten Berg Österreichs. Unser zweiter Versuch der kompletten Umrundung, nachdem der erste Versuch 2019 unsanft wegen Gewittern vom Veranstalter beendet wurde. Kaprun bei Zell am See mit einer Wetterlage ist ungefähr so beständig wie die Corona-Schutzmaßnahmen, beschert uns 2021 pünktlich zum geplanten Start 22 Uhr eine Gewitterzelle. Wir werden statt Start in Kaprun also per Bus zur Weißsee-Gletscherwelt chauffiert, wo die verkürzte aber immer noch sehr lange Tour startet.

Nach einer Stirnlampen-Wanderung bis zur Rudolfshütte machen wir dem Namen des Sports alle Ehre und joggen durchs Dorfertal nach Kals. Dort muss es dann aber auch erstmal wieder reichen mit dem Laufschritt. Euphemismus für: Genusslauf statt ehrgeizige
Wettbewerbsmentalität. Auf unseren in der Sonne nahezu strahlenden Streckenprofilen sehen wir, dass der Veranstalter die Pfortscharte gewitterbedingt auslässt und der Aufstieg über die Salmhütte erfolgt. Dort wurde innerhalb eines Tages eine komplette Verpflegungsstation errichtet. Man reiche uns Energie-Gels und Salzbananen. Wetter? Wir schwimmen dann mal weiter. Nach ein paar weiteren Kilometern mit
Alibi-Running, kontinuierlich aufreißender Wolkendecke und dadurch zum Teil wunderschönem Glocknerblick, wie unsere Handys später beweisen, erreichen wir das Glocknerhaus und steigen anschließend auf zur unteren Pfandlscharte. Beginnend mit einer Rutschpartie auf dem Schneefeld der Nordseite nutzen wir die Schwerkraft und „rollen“ (Trailläufer sagen das zu schneller Bewegung trotz aufkommender Schmerzen) bis ins Tal nach Ferleiten. Die Gewitter sind an der Labestation nun endgültig länger hängen geblieben als wir, sodass die Sonne uns auf dem kompletten Weg nach Fusch rund um unsere Laufklamotte rot einfärbt. Nach einem letzten „Never Ending Uphill“ folgt der Imbach-„es ist immernoch nicht vorbei“-Downhill. Die Teilnehmer, die die Strecke im vollen Genuss etwas länger auskosteten, kamen zum Abschluss dann ganz Kaprun-like nochmal in den Genuss einer Wetterlage, die im Zielbereich selbst die Torbögen kapitulieren ließ.

GGUT. Mindestens ein G steht für Gewitter.